Vincent Vegan im Gespräch mit vanilla bean

Christian Kuper und Topias Rohde sind Vincent Vegan. Durch sie stehen die zwei Vs für bestes veganes Fast Food, eine tolle Crew, Herzblut und eine tiefe Freundschaft. Wie alles began und was dieses Jahr noch alles passieren wird, haben uns die beiden Hamburger im Gespräch verraten.

vanilla bean: Christian, Topi, wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Christian: Bei Tinder (beide lachen).
Topi: Nein, Spaß beiseite, ich habe Christian angesprochen als er noch relativ frisch mit seinem Vincent Vegan-Foodtruck in Hamburg unterwegs war. Wir haben uns dann relativ schnell zusammengetan und gemeinsam das Konzept von Vincent Vegan weiterentwickelt. Uns verbindet nun nicht nur das Business, sondern auch eine tiefe Freundschaft.

vanilla bean (lachend): Aber ein gemeinsames Tattoo habt ihr noch nicht, oder?

Topi und Christian: Doch! (beide zeigen stolz ihr Tattoo mit dem Vincent Vegan-Schriftzug).

Christian: Wir haben es uns in einer Phase stechen lassen, in dem es mit Vincent Vegan den einen oder den anderen Weg hätte gehen können, und auch jetzt ist noch nicht alles sicher. Aber das Tattoo wird immer für all die tollen Erfahrungen stehen, die wir jetzt schon sammeln durften, und für all das, was wir gelernt haben, und natürlich für unsere Freundschaft.

Vincent Vegan | vanilla bean
Weißheit des Tages. © Vincent Vegan

vanilla bean: Was sind eure Beweggründe, euch vegan zu ernähren?

Christian: Ich bin großer Tierliebhaber und habe mit den Jahren immer mehr in Frage gestellt, warum ich esse, was ich esse, und ob das alles so richtig ist. War es natürlich nicht. Vor knapp 7 Jahren habe ich dann angefangen, mich vegetarisch zu ernähren, und seit 4 1/2 Jahren lebe ich nun vegan. Einen positiven Einfluss hatte auch meine damalige Freundin und jetzige Frau, die sich schon seit sie ein Teenager war vegetarisch ernährt und nun auch schon lange vegan lebt.

Topi: Ich hatte damals eine Magenschleimhautentzündung, die ich auf Anraten des Arztes mit vegetarischer Kost auskurieren könnte. Mit der Ernährungsumstellung ging es mir sehr schnell besser. Ich habe diese dann beibehalten, bis ich vor knapp 7 Jahren vegan wurde, da ich nichts mehr davon unterstützen wollte, was die Massentierhaltung auf unserem Planeten verursacht.

vanilla bean: Christian, du hattest damals die Idee zu Vincent Vegan. Wie bist du darauf gekommen, ein veganes Food-Unternehmen zu gründen?

Christian: Es ist eigentlich aus der Not entstanden. Ich habe als Unternehmensberater gearbeitet. Wer nicht für seinen Job brennt, bekommt ein Burn-Out. Ich stand kurz davor. Daher habe ich alles hingeschmissen, auf viel Geld verzichtet und mir erst einmal eine dreimonatige Auszeit genommen. Danach habe ich den Business-Plan für Vincent Vegan geschrieben. Am Anfang bin ich mit einem Foodtruck gestartet. Das war für mich, der bis dahin keine Gastro-Erfahrung hatte, machbarer als gleich ein eigenes Lokal zu eröffnen. Zusätzlich war ich dadurch flexibler und konnte mit dem Vincent Vegan-Truck zu Straßenfesten und Festivals fahren.

Vincent Vegan | vanilla bean
Burger-Traum. © Vincent Vegan

vanilla bean: Was macht das Essen von Vincent Vegan so besonders?

Topi: Wir legen sehr viel Wert auf frische Zutaten. Unsere veganen Soßen und das „Brioche“-Bun sind ganz eigene, individuelle Rezepturen, die wir zusammen mit unseren Partnern entwickelt haben. Die gibt es so nur bei uns. Wer unsere Burger isst, dem versprechen wir, dass er nichts vermissen wird.

vanilla bean: Mit dem Food-Konzept von Vincent Vegan macht ihr die vegane Ernährungsweise populär und Mainstream-tauglich. Habt ihr dennoch manchmal den Eindruck, dass das Wort „vegan“ Leute abschreckt, eure Burger zu probieren?

Christian: Nein, eigentlich nicht. Mit Vincent Vegan wollen wir klar kommunizieren, wofür wir stehen, und uns nicht verstecken. Natürlich sind manche Leute erst skeptisch, können dann gar nicht fassen, wie gut unsere Burger sind, und kommen meist am nächsten Tag mit Arbeitskollegen oder Freunden wieder. Manchen Menschen war sogar trotz des Namens nicht bewusst, dass sie bei uns einen veganen Burger bestellt haben. Das ist wirklich auch schon vorgekommen (lacht). Ansonsten steigt bei uns die Anzahl an internationalen Gästen, wahrscheinlich auch durch Plattformen wie euch. Dreißig Prozent unserer Bestellungen sind mittlerweile englischsprachig.

Vincent Vegan | vanilla beanTopi (links) und Christian (rechts) eröffnen dieses Jahr gleich zwei neue Läden. © Vincent Vegan

vanilla bean: Mit euren Trucks seid ihr vornehmlich in Hamburg unterwegs und habt dort zusätzlich noch einen festen Standort. Bald soll es noch zwei weitere Lokale geben. Könnt ihr schon verraten, wo wir euch bald antreffen können?

Christian: Auf jeden Fall! In Hamburg sind wir ab September neben unserem Standort in der Europapassage auch im Mercado zu finden und im Oktober eröffnen wir unseren ersten Laden in Berlin Friedrichshain in der neuen East Side Mall direkt neben der Mercedes-Benz-Arena. Wir haben uns gezielt Standorte in Shoppingzentren gesucht, um die Massen zu erreichen und dazu beizutragen, dass pflanzliche Nahrung zum Mainstream wird. Das muss aber nicht heißen, dass das jetzt immer so bleibt.

vanilla bean: In unserer App habt ihr fast ausschließlich 5 von 5 Sternen von unseren Usern erhalten. Neben dem leckeren Essen wird besonders das freundliche Personal gelobt. Was muss man mitbringen, um bei euch in die Crew aufgenommen zu werden?

Topi: Neben der hohen Qualität bei unserem Essen ist der Service der zweite Punkt, der uns wichtig ist. Ein Kunde, der schlecht gelaunt an unseren Truck kommt, wird mit freundlicher Bedienung und einem witzigen Spruch wieder aufgeheitert. Unser gesamtes Team steht komplett hinter Vincent Vegan, selbst unsere 450-Euro-Kräfte sehen es nicht nur als einen Aushilfsjob an. Jeder möchte das Konzept raus in die Welt tragen.

Vincent Vegan | vanilla bean
Wenn einem die Vorfreude auf das Essen noch nicht beide Mundwinkel zu den Ohren treibt, dann macht das das gut gelaunte Team von Vincent Vegan. © Vincent Vegan

vanilla bean: Steht ihr manchmal noch selber hinter der Burger-Theke?

Topi: Bei uns ist es so aufgeteilt: Christian ist fürs Administrative verantwortlich mit operativen Einschlägen, ich für das Operative mit administrativen Einschlägen. Dementsprechend bin ich noch öfters mal hinter der Theke zu finden und zusammen mit Christian dann vor allem bei den Eröffnungen von neuen Läden.

vanilla bean: Habt ihr, neben eurem eigenen Laden, eine veganes Lieblingsrestaurant in Hamburg oder in einer anderen Stadt?

Christian: Ich gehe eigentlich schon seit ca. 6 Jahren ins Loving Hut und gehöre da mittlerweile fast zur Familie. Ansonsten können wir das Vegan Eagle noch sehr empfehlen und im Happenpappen sind wir auch gerne, wenn sich die Zeit findet. Leider gibt es in Hamburg keine wirklich große Auswahl an rein veganen Läden und diese unterstützen wir natürlich am Liebsten.

vanilla bean: Noch eine letzte Frage: Eure Trucks können auch für Geburtstage und Firmenfeiern gebucht werden. Würden sie auch zu uns bis nach Regensburg kommen?

Topi: Ja klar ist das möglich, wenn ihr die Anfahrt bezahlt (grinst). Feste Termine haben wir nur in Hamburg, aber man kann uns auch für Events außerhalb der Stadtgrenze mieten. Wir waren sogar schon einmal in Bayern, bei einer Veranstaltung am Chiemsee.

Vincent Vegan | vanilla bean
Mit jeder Bestellung bekommt man bei Vincent Vegan auch eine Portion Liebe dazu. © Vincent Vegan

Über vanilla bean

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vanilla bean, der preisgekrönte vegane Restaurantführer

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