Diese 29 veganen Lebenshöfe lassen dein Herz aufgehen

Lebenshöfe leisten immens wichtige Arbeit: Sie retten Leben. Tiere, die entweder auf dem Teller gelandet oder eingeschläfert worden wären, können hier ihr Leben und ihren Lebensabend genießen. Sie alle hatten ein Leben voller Leid hinter sich und den Tod vor sich. In diesen Refugien werden sie nicht nur versorgt, sondern geliebt und vor allem respektiert.

Doch Lebenshöfe retten noch viel mehr Leben – und zwar dadurch, dass sie immer mehr Menschen dazu bewegen, vegan zu werden. Nicht-Veganer können hier (entweder vor Ort oder durch Social Media) erfahren, dass sogenannte „Nutztiere“ empfindsame Wesen sind, die ganz individuelle Persönlichkeiten haben. Sie lieben, sie trauern, sie freuen sich. Tiere pflegen Freundschaften, haben Vorlieben und Abneigungen, sind eher schüchtern oder ganz forsch.

Als Veganerin ist mir das heute selbstverständlich. Aber dem war nicht immer so. Gerade in der Anfangszeit, zwischen nicht vegan und „vegan for life“, spielten Lebenshöfe eine ganz wichtige Rolle bei mir. Die Geschichten der verschiedenen Bewohner berührten mein Herz und änderten letztendlich mein Leben.

Ich habe daher nun eine Liste von 29 der besten Lebenshöfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengestellt. Ganz wichtig: Alle haben eine vegane Philosophie. Denn ein Lebenshof, dessen Betreiber Tiere essen, macht wenig Sinn, oder?

Deutschland

Niedersachsen

Stiftung Hof Butenland

Wir beginnen unsere Reise auf der Halbinsel Butjadingen. Alles begann, als Jan Gerdes, damals Milchbauer in der x-ten Generation, die Einsicht hatte, dass auch ein Bio-Milchbetrieb nichts mit tiergerechter Haltung zu tun hat. So entstand das Kuhaltersheim Hof Butenland, mit anfangs zehn Milchkühen a. D. Über die Jahre kamen viele Rinder hinzu, aber auch Schweine, Gänse, Hunde, Hühner, Katzen, Kaninchen, Pferde und Enten. Jan Gerdes und seine Partnerin Karin Mück haben ein wahres Paradies für Tiere geschaffen. Nebenbei betreiben sie auch wichtige Aufklärungsarbeit über ethisch motivierten Veganismus.

Hof Butenland war der erste Lebenshof, dem ich auf Facebook folgte. Daher fühle ich mich schon, als wäre ich per du mit einigen der „saukuhlen“ Bewohner: Riesenbaby Mattis und seine „Muddi Dina“, der schöne Paul Kuhney, Schweinedame Erna, die bunte La Colorida; und wer kennt mittlerweile nicht den schnurrenden Fiete?

Ich erfuhr erstmals über das Kuhaltersheim durch die Doku „Live and Let Live“ von Marc Pierschel. Inzwischen habe ich den Film schon dreimal gesehen, und dennoch bekomme ich jedes Mal wieder feuchte Augen, wenn Jan und Karin ihre Geschichte erzählen. Und genau darin liegt die Kraft von Lebenshöfen.

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Land der Tiere

In Vellahn, in der Nähe von Lüneburg, liegt unser nächstes Ziel: Das Land der Tiere. Gegründet wurde es von den beiden Tierrechtlern Tanja Günther und Jürgen Foß, die auch die Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) ins Leben riefen. Auch hier sind die tierischen Bewohner bunt gemischt. Es gibt Schafe, Schweine, Schildkröten und viele mehr.

Jeder Bewohner ist etwas ganz besonderes, aber ganz ehrlich? Die letzten Monate über gab es zwei, die allen anderen die Show stahlen: Anni und Rosalie. Die zwei Ferkel waren zu klein und kümmerlich, um langfristig für den Schweinezuchtbetrieb profitabel zu sein. Eine Angestellte hatte Mitleid mit den beiden, rettete sie und brachte sie ins Land der Tiere. Jetzt toben und tollen sie im „Schweineland“ – und werden glücklicherweise dabei dokumentiert! Lasst euch dieses Video von den zwei schmatzenden Schweinchen bloß nicht entgehen!



Daneben versteht sich das Land der Tiere auch als Bildungsstätte und bietet Informationen zu den Themen Ethik, Tierrechte und Tierschutz, Umwelt- und Naturschutz. Ab diesem Sommer wird es Informationsveranstaltungen und Führungen für Schulklassen und andere Gruppen geben. Großartig!

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Gnadenhof Melief

Nahe der niederländischen Grenze, in Sögel, liegt der Gnadenhof Melief. Auf dem riesengroßen Areal haben die Bewohner ausreichend Platz. Kühe, Hunde, Schweine, Katzen, Kaninchen, Schafe, Ziegen und allerlei gefiederte Zeitgenossen leben hier.

Auch auf diesem Lebenshof hat jeder Bewohner eine bewegende Geschichte hinter sich. Ein Neuzugang, Kuhdame Queen Herma, war unfruchtbar und damit für die Milchindustrie wertlos. Warum? Weil sie keine Kälber gebären und dementsprechend auch keine Milch geben kann. Glücklicherweise wurde sie nicht direkt zum Schlachthof gebracht, sondern ausgesetzt. Bei ausgesetzten Tieren denkt man ja automatisch an Hunde oder Katzen, es trifft jedoch oft Tiere aller Art. Ihre Ohrmarken waren entfernt worden, um ihre Herkunft zu verschleiern. Dank einer Dame mit großem Herz wurde Queen Herma nach Melief gebracht und hat dort auch schon Freundschaften geschlossen.

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Hagel Hof e. V.

Seit 1995 gibt es den Hagel Hof in Löningen. Mit rund 500 Tieren ist er einer der größten Gnadenhöfe Deutschlands. Hier finden nicht nur Hunde, Katzen, Schweine, Schafe oder Pferde ein Zuhause, sondern auch exotische Tiere: Krokodile, Schildkröten, Schlangen, Straußenvögel und sogar Rhesusaffen. Meist stammen die Exoten aus schlechter Privathaltung, manche wurden gar beschlagnahmt. Einige von ihnen waren Opfer von Tierversuchen.

Rhesusaffendame Mira z. B. kam aus einem Labor. Welche grausamen Versuche sie über sich ergehen lassen musste, weiß man nicht, doch die riesengroße Narbe auf ihrem Kopf lässt Schlimmes vermuten. Ausgewildert können die Exoten nicht mehr werden. Auf dem Hagel Hof sind sie nun sicher, und das Team bemüht sich, ihnen ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten. Dabei steht stets auch informative Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund. Es werden ab und zu Führungen angeboten für Schulklassen und andere Gruppen.

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Tierschutzgemeinschaft Stellichte e. V.

In der schönen Lüneburger Heide, genauer gesagt in Walsrode, wohnen etwa 140 tierische und menschliche Bewohner in der Tierschutzgemeinschaft Stellichte. Wie bei allen Lebenshöfen würde ich am liebsten alles über die Bewohner erfahren. Da ist z. B. Linea, die als „Streichelziege“ in einem Tierpark war. Nur lässt sie sich nun mal nicht gerne streicheln, also musste sie weg. Oder Camara, die jahrelang als „Zuchtstute“ ausgenutzt wurde, bevor sie nach Walsrode kam. Sie ist erst 8 Jahre alt, hatte jedoch bereits 6 Fohlen geboren. Hier in der Lüneburger Heide können Linea, Camara und all die anderen nun friedlich ihr Leben genießen.

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Lebenshof Wilde Hilde

Der Lebenshof in Oldenrode (nördlich von Göttingen) wird von den beiden Vereinen White Paw Organisation e. V. und weil Tiere lieber leben e. V. gemeinsam betrieben. Wild geht es tatsächlich manchmal zu auf dem Lebenshof Wilde Hilde. Ist auch nicht anders zu erwarten, wenn Kühe, Schweine, Hunde und Schafe unter einem Dach leben. Aber eines ist sicher: Hier werden alle gleich viel umsorgt und geliebt.

Ich bin übrigens jetzt schon ein großer Fan von Wilde-Hilde-Bewohner Schwein Olaf. Ich meine, schaut euch den süßen Kerl doch mal an!

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Schleswig-Holstein

Gaia’s Traum e. V.

Mit einem Pferd, Schimmelstute Elske, fing alles an. Heute ist der Schutzhof Gaia’s Traum in Mehlbek, ganz im Norden Deutschlands, ein sicheres Zuhause für etliche Pferde. Ohne das Ehepaar Ammon wären die Pferde in den meisten Fällen schon längst beim Schlachter gelandet oder würden weiterhin in einem verwahrlosten Zustand leben. In der Zwischenzeit sind auch Rinder, Enten, Hunde und Katzen zu der großen Familie hinzugestoßen.

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Brandenburg

Gnadenhof & Wildtierrettung Notkleintiere e. V.

Nördlich von Berlin, in der Nähe von Oranienburg, liegt dieser Gnadenhof, der noch viel mehr ist als das. Hier wohnen nicht nur Schweine, Pferde oder Hunde mit Handicap. Hier leben auch Wildtiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. Die ehrenamtliche Wildtierrettung Notkleintiere e. V. leistet unglaubliche Arbeit. Knapp 1000 Tiere versorgen die ehrenamtlichen Helden jährlich. Füchse, Frischlinge, Rehe, Eichhörnchen, Waschbären, Igel, Vögel – oftmals verletzt oder verwaist. Liebevoll werden sie wieder aufgepäppelt und anschließend, sofern möglich, wieder ausgewildert.

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Nordrhein-Westfalen

Lebenshof für Tiere

Der Lebenshof für Tiere liegt im Iserlohner Norden. Zwischen Wiesen und Wäldern, auf ca. 10.000 Quadratmetern, lebt hier eine Gemeinschaft aus Hunden und Hühnern, Katzen und Kaninchen, Schafen und Schweinen und vielen mehr. Die Gründerin des Lebenshofs, Wibke Skoeries, lebt seit 1999 vegan. Mit einem Schaf, Shawn, fing in 2002 alles an. Nach und nach kamen immer mehr Schützlinge hinzu.

Neben dem Lebenshof betreut Wibke zudem das Taubenhaus in Iserlohn. Auch auf dem Lebenshof wohnen mittlerweile über 100 Tauben. Dabei handelt es sich um gerettete Stadttauben und Brieftauben, die verirrt, geschwächt oder verletzt aufgefunden wurden und damit für ihre Besitzer nicht mehr von Nutzen waren. Wie gut, dass sie hier nun in Sicherheit sind!

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Tier-Refugium Wegberg e. V.

Der Lebenshof in Wegberg, in der Nähe von Mönchengladbach, spezialisiert sich nicht nur auf auf Haustiere und Pferde. Für verletzte, kranke oder verwaiste Wildtiere dient das Refugium als Auffangstation. Sie werden tierärztlich behandelt, aufgepäppelt und aufgezogen, stets mit dem Ziel einer erfolgreichen Rückführung in ihren natürlichen Lebensraum. Darüber hinaus leistet das Tier-Refugium wichtige Aufklärungsarbeit über Streunerkatzen und Kastration. (Wusstet ihr z. B., dass es allein in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Streunerkatzen gibt?)

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Hessen

S-O-L Stoppels Offener Lebenshof

Der kleine Ort Haunetal in Hessen hat zweifach Glück: Es gibt dort gleich zwei Lebenshöfe! Wir beginnen mit dem Stoppels Offener Lebenshof, ein wunderschöner, ca. zweihundert Jahre alter, denkmalgeschützter Hof. Unter den tierischen Bewohnern sind Kühe, Kaninchen, Pferde, Hühner, Hunde und Katzen. Aufmerksam wurde ich auf den S-O-L dank Lykka (schwedisch für „Glück“) und Monday, zwei Kuhdamen, die vom Tierrechtsverein Vergessene Vierbeiner e. V. gerettet wurden und dort ihr Zuhause fanden. Der Hof ist Teil der Initiative Lebenstiere e. V., zu dem gleich mehrere Höfe gehören, u. a. auch der nächste auf unserer Reise.

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Schutzhof für Lebenskühe

Wie der Name schon sagt, geht es auf diesem Hof rund um Kühe. Die meisten wurden aus Milchbetrieben gerettet. Etwas anders verlief es bei Lebenskuh Emmy. Sie hatte keine Lust, auf dem Teller zu landen, und nahm Reißaus. Zwei Wochen lang streunte sie durch den Wald, bis sie auf die Lebenskühe traf. Emmy mogelte sich dazu, denn anscheinend ging es den Artgenoss_innen hier gut. Selbstverständlich durfte sie bleiben. Ähnliche Geschichten von Kühen, die sich aus eigener Kraft zu Lebenshof-Herden retten, kennt man übrigens auch vom Hof Butenland. Schon ganze fünf Rinder haben sich aus freien Stücken der Butenland-Herde angeschlossen. Verwundert es, dass diese Tiere sich in Sicherheit bringen wollen?

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Gnadenhof L(i)ebenswert e. V.

Der Gnadenhof in Fürth im schönen Odenwald ist Familiensache. Die sechsköpfige Familie von Studnitz versorgt derzeit rund 70 Tiere: Schafe, Schweine, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner und Hähne, Gänse und Enten, Hunde und eine Katze. Die Schützlinge stammen aus den unterschiedlichsten Verhältnissen: vor der Schlachtung bewahrte Tiere, Tiere aus schlechter Haltung, ausgesetzte Tiere und sogar ehemalige Labortiere. Auf diesem vormaligen Bauernhof finden sie alle ein Zuhause auf Lebenszeit.

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Rheinland-Pfalz

Hofzeit

In Hillesheim in der Vulkaneifel liegt der Umwelthof Hofzeit. Er ist ein Refugium für Schweine, Schafe, Hunde und Katzen – und Bienen. Neben Bienenstöcken und -hotels gibt es hier spezielle insektenorientiert bepflanzte Weiden und daher reichlich Unterschlupf und Nahrung für die Bienchen.

Wer mal Erfahrungen auf einem Lebenshof sammeln möchte, dem sei ein Erlebnistag am Hofzeit-Hof empfohlen. Da kann man tatkräftig mithelfen und mit anpacken. Betreut wird man durch einen erfahrenen Tierpfleger. Stallarbeit und Weidearbeiten, Futterzubereitung und Fütterung gehören dazu. Hinweis: „Streicheln der Tiere erwünscht, solange die Tiere es auch einfordern (was fast immer der Fall ist).“

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Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e. V.

Im idyllischen Irmenach, auf halber Strecke zwischen Bingen und Trier, liegt der Tierlebenshof Hunsrück-Mosel. Hunde, Katzen, Pferde, Rinder, Schweine, Kaninchen und ganz viele Gänse leben hier. Jeder Bewohner hat eine eigene Geschichte zu erzählen. So z. B. Schweinedame Katie. Wie Anni und Rosalie im Land der Tiere war auch Katie ein „Kümmerling“, d. h. zu schmächtig, um für einen Schweinemastbetrieb profitabel zu sein. Daher wurde sie lebendig (!) auf einem Misthaufen entsorgt. Glücklicherweise wurde sie rechtzeitig von einer guten Seele gerettet und zum Tierlebenshof gebracht, wo sie nun schon seit neun Jahren ihr Leben in vollen Zügen genießt.

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Bayern

Gnadenhof Fränkische Schweiz e. V.

Bereits 1990 gründete Monika Pracht den Gnadenhof in Pegnitz in der Fränkischen Schweiz. In dieser Zeit fanden über 600 Tiere dort ihr Zuhause. Hoftiere, Kleintiere, Pferde und Ponys, Hunde und Katzen. Besonderheit: die „Seniorenresidenz Katzenglück“. In diesem Altersheim kommen Samtpfoten unter, deren Menschen sich nicht mehr um sie kümmern können. Oder auch Katzen verstorbener, alleinstehender Menschen, die zu Lebzeiten regelten, wie ihr tierischer Gefährte nach ihrem Tod versorgt wird.

Tierfreunden, die mehr über den Gnadenhof und seine Bewohner erfahren möchten, seien die beiden Bücher von Monika Pracht empfohlen. Der Verkauf ist zugunsten des Gnadenhofs.

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Niederbayern

Erdlingshof

Im Südosten Deutschlands, in Kollnburg nahe der tschechischen Grenze, liegt der Erdlingshof. Er ist nicht nur ein Refugium für gerettete oder befreite Tiere. Klares Ziel des Erdlingshof-Teams ist auch Aufklärungsarbeit. Indem sie die Geschichten ihrer Bewohner erzählen – oftmals mit wunderschönen Fotoportraits oder Videos – bringen sie den Menschen näher, dass auch Tiere fühlende, individuelle Persönlichkeiten sind. Erdenbewohner eben, wie du und ich auch.

Darüber hinaus findet man viele Informationen über die vegane Lebensweise auf der Erdlingshof-Webseite. Auch Informationsstände auf diversen Veranstaltungen, vegane Kostproben, Flugblätter verteilen, Teilnahme an friedlichen Demonstrationen und gewaltfreie direkte Aktionen gehören zur Arbeit des Erdlingshofs.

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Gut Aiderbichl Deggendorf

Seit 2006 gibt es das Gut Aiderbichl in Deggendorf im Bayrischen Wald. Es ist der nördlichste der drei besuchbaren Aiderbichl Gnadenhöfe. Hier leben mittlerweile über 300 Bewohner mit Hufen, Krallen und Pfoten.

Eine davon ist ein wahrer Promi: Kuh Yvonne. Ihre Geschichte ging 2011 um die Welt. Auch sie entfloh ihrem Schicksal, geschlachtet zu werden, und schaffte es fast 100 Tage, nicht eingefangen zu werden. Ihr Mut und ihre Hartnäckigkeit zahlten sich aus. Die Aiderbichler setzten sich tatkräftig für sein ein. So fand Yvonne in Deggendorf ihr „Forever Home“, zusammen mit ihrem Sohn Friesi und ihrer Freundin Waltraut, die damals mit ihr flüchtete.

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Tieroase Stefanshof e. V.

Eine Straße, die „Schweinbach“ heißt, ist doch wie gemacht für einen Lebenshof, oder? Jedenfalls liegt hier die Tieroase Stefanshof, in Wildenberg, östlich von Ingolstadt. Neben Hunden, Katzen, Schafen, Schweinen und anderen sog. „Nutztiere“ nimmt der Lebenshof seit 2014 auch verletzte und verwaiste Wildtiere auf, um sie aufzupäppeln und, wenn möglich, wieder auswildern zu können. Die Zahl, die allein der Stefanshof seitdem jährlich aufnehmen muss, ist erschreckend – jedoch nicht überraschend, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Wildtiere jährlich der Jagd zum Opfer fallen. Wir können nur hoffen, dass es in Zukunft immer mehr tierfreundliche Oasen wie den Stefanshof geben wird.

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Oberbayern

Gut Aiderbichl Iffeldorf

Ganz in der Nähe des Starnberger Sees liegt ein weiterer Aiderbichl-Gnadenhof. Auch hier in Oberbayern haben über 300 Tiere ihr Zuhause auf Lebenszeit gefunden. Hunde, Katze, Pferde, Kühe, Esel und Schweine. Eines der Schweine, Elli, verdankt ihre Rettung einer Schulklasse, die sich für sie einsetzte. Die ganze Geschichte erfahrt ihr in dem rührenden Video.

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Österreich

Niederösterreich

rinderwahnsinn.at (Happy Pigs & Friends)

Wie Jan Gerdes vom Hof Butenland beweist auch Hubert Gassner, dass jeder, wirklich jeder umdenken kann. Hubert wuchs auf einem Bauernhof auf, war selbst Rinderzüchter. Doch es fiel ihm immer schwerer, die Tiere in seiner Obhut zum Schlachter zu bringen. Eines Tages trat Veganerin Steffi in sein Leben mit der Anfrage, ob er denn Platz auf seinem Bauernhof hätte für sechs Schweine, die sie gerettet hatte. So kam es letztendlich, dass keine der „Pupperl“ (so nennt Hubert liebevoll seine Kühe) mehr zum Schlachter muss.

Auf dem Klosterhof in der kleinen Ortschaft Eisengraben bei Gföhl im Waldviertel wird nun nur noch feinstes Bio-Getreide und Bio-Hanf angebaut. Außerdem gibt es zwei Ferienwohnungen. Urlaub auf dem Lebenshof? Ein Traum!

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Oberösterreich

Tierparadies Schabenreith

Seit nunmehr 24 Jahren betreibt das Ehepaar Doris Hofner-Foltin und Harald Hofner den Lebenshof im idyllischen Steinbach am Ziehberg. Knapp 400 Bewohner mit Fell, Borsten oder Flügeln sind hier zuhause.

Auch das Tierparadies Schabenreith steht ganz oben auf meiner Reiseziel-Wunschliste, denn: Hier geht es nicht nur den Tieren gut, sondern der Lebenshof betreibt außerdem noch eine vegane Frühstückspension! „Reichhaltiges veganes Frühstück inklusive.“ Muss ich noch mehr sagen?

Die Mensch-Tier-Begegnung steht im Tierparadies im Vordergrund. Veganern und Tierrechtsaktivist_innen gibt solch ein Besuch neue Energie. Nicht-Veganer indes werden auf der Webseite gewarnt: „Ein Urlaub im Tierparadies kann nachhaltige Veränderungen der eigenen Lebensweise nach sich ziehen.“ Das glaube ich sofort!

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Salzburg

Gut Aiderbichl Henndorf

Insgesamt zählen mittlerweile 26 Gnadenhöfe in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz zu der Aiderbichl-Familie. Das erste Gut Aiderbichl entstand in Henndorf, ca. 20 km östlich von Salzburg, in 2001. Gerettete Tiere aller Art, mit den verschiedensten Hintergründen, haben über die Jahre dank Gut Aiderbichl ein sicheres Zuhause gefunden. Dazu gehören vor der Schlachtung gerettete Tiere, verwaiste Wildtiere, Straßenhunde und Streunerkatzen, ehemalige Zirkustiere und sogar gerettete Labortiere. Ob in Henndorf, Iffeldorf oder Deggendorf – ein Besuch am Gut Aiderbichl lohnt sich für Tierfreunde auf jeden Fall!

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Steiermark

Pferdegnadenhof Edelweiss

Der Pferdegnadenhof Edelweiss in Wildon in der Südsteiermark nimmt seit 2010 Tiere auf. Hauptsächlich Pferde, aber auch Hunde, Katzen, Esel, Schweine und viele mehr haben hier Zuflucht gefunden.

Der Gnadenhof hat seit einiger Zeit übrigens ein Café, in dem vegane Leckereien serviert werden: Suppen, Salate, Hauptspeisen, Kaffee und Kuchen. In dem gemütlichen Café kann man es sich nicht nur gut gehen lassen, sondern dabei gleichzeitig auch noch den Gnadenhof unterstützen.

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Schweiz

Thurgau

Hof Regaboga

Seit über 16 Jahren gibt es diese „Oase der Begegnung“ in Neukirch-Egnach am Bodensee. Highlight: Der Hof Regaboga ist nicht nur ein Refugium für allerlei gerettete Tiere, sondern betreibt auch eine Hundepension. Wer also in der Nähe wohnt und sein vierbeinigen Freunde in guten Händen wissen möchte, der wende sich an das Regaboga-Team. (Der Hof schaut so schön aus, da würde ich selbst gerne mal meine Ferien verbringen!)

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Aargau

Vaikuntha Farm

Auf der Vaikuntha Farm von Franziska und Daniel Schmid in Hunzenschwil leben Schafe, Pferde, Kühe, Ziegen und Hühner. All dort lebenden Tiere wurden vor dem Schicksal bewahrt, beim Schlachter zu landen.

Darüber hinaus wird auf der Farm auch bio-zertifiziertes Gemüse angebaut. Auf dem Gelände wird ein möglichst ausgeglichenes Ökosystem mit großer Artenvielfalt angestrebt. Umgefallene Bäume oder Ast- und Steinhaufen werden liegen gelassen, so dass Igel, Blindschleichen und andere Wildtiere auch Unterschlupf finden. Das knackige Gemüse aus der Bio-Gärtnerei wird zwischen Mai und Dezember am Wochenmarkt auf dem Tessinerplatz in Zürich angeboten. Der Verkauf kommt natürlich auch den Gnadenhof-Tieren zugute!

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Zürich

Verein Kuhgnadenhof

Der Verein steht ganz im Zeichen des Schutzes von Kühen. Er betreut die geretteten Rinder, berät jedoch auch Tierfreunde, die selbst bei der Rettung von Rindern aktiv werden möchten. Des Weiteren informiert der Verein über das Leiden der Tiere in der „Nutztierhaltung“, aber auch darüber, was es für leckere, pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten gibt.

Die Gnadenhofrinder sind bei dem Verein in guten Händen: Im Team mit dabei sind Tierpflegerin und Tierpsychologische Beraterin Pascale Pineroli, Diplom-Forstwirt Heiner Schwenke und Tierhomöopathin Sandra Mitchell.

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Hof Narr

Woher dieser Name? Das erfährt man gleich auf der Homepage: „Ganz im Bewusstsein, dass uns dafür viele für Narren halten werden, wollen wir auf Hof Narr zu einem nicht «normalen», dafür aber enkeltauglichen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen inspirieren. Und wir glauben, dass unsere Welt dereinst eine bessere sein wird, wenn immer mehr «Narren» ohne Angst damit anfangen, positive Veränderungen zu wagen, voller Empathie für unsere Mitlebewesen.“

Damit kann man sich als Veganer_in gut identifizieren, nicht wahr?

Der Hof Narr in Hinteregg ist nicht nur ein Tierschutz-Hof, auf dem Schweine, Ziegen, Pferde, Enten, Hühner, Hunde und Katzen friedlich leben. Er ist auch ein Bildungs- und Kulturprojekt. Vermittlung von Wissen über die ethischen, ökoligischen und gesundheitliches Aspekte der Tiernutzung spielen dabei stets eine Rolle. Angeboten werden Schulungen, Ferienlager für Kinder, Hofbesuche mit Apéro, traumhafte vegane Brunches und vieles mehr.

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St. Gallen

Verein Gnadenhof Luna

Seit über 30 Jahren betreuen Theresia Seyffert und Géza Kercho Tiere. Zunächst waren es Hunde, Katzen und andere „Haustiere“. Eines Tages jedoch trat Luna, eine Kuh, in ihr Leben. Das öffnete den beiden die Augen für das Leiden sog. „Nutztiere“.

Heute leben auf dem Gnadenhof Luna etwa 60 Tiere: neben Hunden, Katzen und Kühen auch Hasen, Schafe, Ziegen, gefiederte Freunde und sogar Schildkröten. Alle finden hier in Schwendi Obdach, Liebe und Respekt.

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Einen Lebenshof zu unterhalten ist eine Lebensaufgabe. Es bringt die Tierretter_innen oft an ihre Grenzen, sowohl körperlich und emotional als auch finanziell. Unterstützung können die Teams daher immer gebrauchen. Die meisten bieten Patenschaften mit ihren tierischen Schützlingen an. Doch auch einmalige Spenden, und seien sie noch so klein, werden wertgeschätzt.

Ist dein Lieblings-Lebenshof nicht in der Liste? Dann schreib uns bitte in den Kommentaren!

Über vanilla bean

vanilla bean ist der größte deutschsprachige vegane Restaurantführer. Die mehrfach ausgezeichnete App wurde unter anderem von Apple, CHIP und Spiegel vorgestellt. Hol dir die kostenlose App für dein iPhone oder Android-Smartphone hier!