Lila Süßkartoffel-Tarte mit Kokoscreme – vegan und glutenfrei

Süßkartoffeln als Dessert? Klingt erstmal seltsam. Doch wer schon mal in den USA war, der kennt vielleicht den traditionellen „Sweet Potato Pie“ aus den Südstaaten. Unsere vegane Variation dieses Klassikers bringt nicht nur Farbe ins Spiel, sondern setzt noch eins obendrauf: und zwar cremigen, veganen Vanille-„Schmand“.

Wir wollen euch natürlich ans Herz legen, beim Einkauf für das Rezept auf Fairtrade-Qualität zu achten. Um euch das zu erleichtern, stellen wir unter dem Rezept einige unserer Partner vor, die die Zutaten herstellen, und verraten euch, woher die Produkte stammen und wo ihr sie finden könnt.

Das Rezept wurde entwickelt von Estella Schweizer, Küchenchefin und Inhaberin des veganen Taracafés in Regensburg und Gründerin von „Spontan Vegan“.

Übrigens, wer keine lila Süßkartoffeln finden kann, dem sei versichert: Mit der orangenen Variante wird die Tarte ganz genauso lecker!

Lila Süßkartoffel-Tarte | Fairtrade Deutschland | vanilla bean

Mürbeteig:

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 150 g Mehl-Mix glutenfrei
  • 100 g Rohrzucker (z. B. von ETHIQUABLE oder Bananeira)
  • 140 g vegane Butter

Zubereitung

  1. Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten und diesen in eine mit Backpapier ausgelegte Springform drücken. Dabei einen Rand formen.
  2. Den Boden 1 Stunde kalt stellen, am Besten im Eisfach. Dann bei 170° C 30–32 min blindbacken.

Süßkartoffel-Füllung:

  • 2 große lila Süßkartoffeln (ca. 800 g geschält)
  • 1 Dose Kokosmilch (z. B. von Allfair)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Vanille, gemahlen oder Extrakt (z. B. von Steenbergs)
  • 1 Prise Ingwer, gemahlen (z. B. von Saphir) *auf Wunsch 2 EL Zucker (z. B. von ETHIQUABLE oder Bananeira)
  • 2 TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung

  1. Für die Füllung die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In wenig Wasser garen.
  2. Die Süßkartoffelwürfel mit dem Kochwasser zusammen in den Mixer geben. Von der Kokosmilch zunächst die Creme (oberste Schicht) dazugeben. Mit dem Salz, der Vanille dem Ingwer und den Süßkartoffeln vermixen bis eine cremige, sämige Mousse entstanden ist. Falls die Masse stockt, etwas mehr Kokosmilch dazu geben. Es braucht nicht die ganze Dose Kokosmilch, denn die Masse sollte nicht zu flüssig werden.
  3. Das Süßkartoffel-Mousse abschmecken und ggf. etwas nachsüßen.
  4. Zuletzt das Johannisbrotkernmehl einarbeiten.
  5. Das lila Süßkartoffel-Mousse auf den Mürbeteigboden verteilen und gleichmäßig ausstreichen. Kühl stellen, bis das Topping zubereitet ist.

Kokoscreme:

  • 200 g eingeweichte Cashewkerne (z. B. von Cashew for You)
  • 100 g Kokosöl (z. B. von Allfair oder BioNutra)
  • 50 g Kokosmus (z. B. von Lemberona)
  • 1 TL Vanille-Extrakt (z. B. von Steenbergs)
  • 50 ml Agavensirup
  • 1–2 TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung

  1. Die Cashews mindestens für einige Stunden in Wasser einweichen, am besten über Nacht.
  2. Die abgetropften Cashewkerne in den Mixer geben und mit der restlichen Kokosmilch ca. 1 min cremig mixen. (Falls die Masse zu dickflüssig sein sollte, einfach etwas Pflanzenmilch dazu geben.)
  3. Das temperierte Kokosöl und Kokosmus dazu geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten.
  4. Mit Vanille und Agavensirup abschmecken.
  5. Mit etwas Johannisbrotkernmehl binden.
  6. Die Kokoscreme auf der Süßkartoffel-Tarte verstreichen und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

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Über die Fairtrade-Produkte:

Wer keinen Naturkost- oder Weltladen in der Nähe hat, der findet heutzutage auch in großen Supermarkt-Ketten oder Discountern zertifizierte Fairtrade-Produkte, oftmals sogar in Bio-Qualität.

Zucker:

Es gibt mittlerweile viele Firmen, die Fairtrade-Zucker anbieten. Der Vollrohrzucker von ETHIQUABLE, aus der Sierra de Piura im Norden von Peru, ist sogar aus kontrolliert biologischem Anbau. Lokale Zuckerrohr-Sorten werden in Verbindung mit Kaffeekulturen in den Höhenlagen am Gebirgsrand angebaut. Durch den Anbau des Vollrohrzuckers erhalten die Kleinbauern ein ergänzendes Einkommen und sind dadurch weniger abhängig von der Kaffeewirtschaft.
Fairtrade-Zucker von ETHIQUABLE | vanilla bean

Auch von der Marke Bananeira gibt es Bio-Zucker, produziert von Zuckerrohr-Bauern in Indien. Alle Produkte von Bananeira sind Bio- und Fairtrade-zertifiziert. Darüber hinaus produziert Bananeira möglichst klimaneutral. Das heißt sie kompensieren die Emissionen von Produktion und Transport ihrer Waren, indem sie in das Waldschutz- und Aufforstungs-Projekt „Vichada Climate Reforestation“ in der Orinoco Region investieren. Zusätzlich setzt Bananeira auf Inklusion: Die Firma arbeitet eng mit den gemeinnützigen Regnitz-Werkstätten der Lebenshilfe Erlangen zusammen.

Fairtrade-Zucker gibt es auch in Supermärkten wie z. B. REWE, Netto, Lidl, EDEKA oder Kaufland.

Kokosmilch

Von Allfair gibt es Kokosmilch aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft in Sri Lanka. Die Allfair-Kokosmilch findet ihr bei Kaufland.
Fairtrade-Kokosmilch von Allfair | vanilla bean Kauflands Eigenmarke-Kokosmilch ist übrigens auch Fairtrade- und Bio-zertifiziert.

Kokosöl

Von Allfair gibt es auch Kokosöl, ebenfalls aus biologischem Anbau in Sri Lanka. Zu finden u. a. in real,- Märkten.
Fairtrade-Kokosöl von Allfair | vanilla bean Sri-lankisches Bio-Kokosöel gibt es auch von der Marke BioNutra, erhältlich via Amazon.
Fairtrade-Kokosöl von BioNutra | vanilla bean

Kokosmus

Von dem österreichischem Hersteller Lemberona gibt es ein cremiges Kokosmus, ebenfalls aus Sri-lankischem Bio-Anbau.
Fairtrade-Kokosmus von Lemberona | vanilla bean

Vanille-Extrakt

Die britische Marke Steenbergs brachte den ersten Fairtrade-zertifizierten Vanille-Extrakt auf den Markt. Sie beziehen dabei die Vanille aus biologischem Anbau in Madagascar. Keine Sorge – Steenbergs liefern auch auf’s europäische Festland.
Fairtrade-Vanille von Steenbergs | vanilla bean

Gemahlener Ingwer

Gemahlenen Ingwer und andere Fairtrade-Gewürze gibt’s z. B. von der Firma Merschbrock-Wiese unter dem Namen Saphir, erhältlich bei Kaufland. Der Ingwer stammt von der DMEADS Kleinbauern-Kooperative in Sri Lanka, etwa 80 km östlich der Hauptstadt Colombo. Seit 2010 ist die DMEADS Fairtrade-zertifiziert und ihre Gewürze und Kräuter werden nach Fairtrade-Standards angebaut. Zum Teil wurde sogar auf biologischen Anbau umgestellt. Auf den Feldern werden neben Ingwer auch andere Gewürze wie Kurkuma, Pfeffer, Zimt und Nelken angebaut.

Cashewkerne

Die Kerne von Cashew for You werden im Süden Nigerias angebaut, wo die klimatischen Bedingungen für Cashewbäume ideal sind und man so weder Dünger noch Pestizide für eine reichhaltige Ernte benötigt. Als Mitglied der African Cashew Alliance arbeitet die Firma aus Baden-Württemberg direkt mit den Erzeuger_innen in Nigeria zusammen und zahlt faire Löhne. Die Bio-Cashews gibt’s u. a. bei Kaufland. (Tipp: Cashew-Bruch ist günstiger als ganze Kerne und eignet sich prima für dieses Rezept!)
Fairtrade-Cashews von Cashew for You | vanilla bean

© Food-Fotos: Michael Groll