PETAs Restaurant-Tipps: Berlin

Deutschlands Hauptstadt ist gleichzeitig auch die Hauptstadt der Veganer_innen – man munkelt, dass sich dort 80’000 Pflanzenliebhaber tummeln.

Für solch eine Menge an hungrigen Bäuchen muss es selbstverständlich auch eine große Anzahl an Restaurants geben. Ungefähr 60 komplett vegane Lokale – von 100 % veganen Pizzerien bis Eisdielen mit rein pflanzlichen Leckereien. Dazu fallen uns nur zwei Worte ein: Veganer Himmel!

Tom und Katharina sind die Leiter des freiwilligen PETA ZWEI-Streetteams Berlin. Sie verraten euch ihre absoluten Lieblingsrestaurants und Geheimtipps. Dazu erfahren wir, warum die beiden gerne ihre Zeit dort verbringen und was es dort leckeres zu Essen gibt.

Toms Tipps

PETA-Streetteam

YoYos-Foodworld

Veganer_innen auf der Suche nach Rohkost und Clean-eating-Restaurants haben sich im YoYos definitiv verlaufen. Den meisten bekannt, besticht das YoYos besonders durch seinen Imbissbuden-Charme, dessen Duft auch noch am nächsten Morgen in der Jacke hängt. Es ist kein veganes Schickimicki. Es ist schlicht und einfach, aber eben auch das, was man sucht: endlos lecker und dennoch für den kleinen Taler. Am Wochenende kann es schon mal eng werden, aber wer sich trotzdem traut, wird mit einer unglaublich großen Auswahl an Fast Food erschlagen. 100 % vegan, 100 % geil.

An dieser Stelle würde ich euch eigentlich meine Empfehlung geben, wonach ihr zuerst greifen solltet. Leider hab ich bei all meinen Besuchen erst einen kleinen Teil der Speisekarte geschafft. Neben 29 verschiedenen Burgern, Pizza, Spaghetti Bolognese, Gyrospfanne, Wraps und Schnitzel scheint der Laden einfach alles zu haben. Das Highlight sind meiner Meinung nach die Pommes. Es sind richtige Pommes. Keine geriffelten Schaufelschnitt-extra-langen Kartoffelstäbchen, sondern klassische fettige Pommes, die mal etwas länger in der Fritteuse gebadet haben. Aber auch sonst wird auf Wunsch sicherlich alles in die Fritteuse geworfen, was ihr essen wollt. Wer nicht unbedingt auf seine Linie und die Optik des Ladens achten will und Lust hat richtig satt zu werden, der findet hier aber definitiv sein Glück.

#vegan food date with @cheaplazyvegan @uglysxegirl

Ein Beitrag geteilt von Kicki Yang Zhang 张暘 (@kickiyangz) am

Stella Nera

Pizza ist immer eine Sache des Anspruchs. In Zeiten, in denen auch Lieferdienste vegane Alternativen anbieten, ist es nicht mehr nötig, Pizza ohne Käse zu ordern und zu Fragen, ob irgendwas anderes tierisches den Teig berührt hat. Was der Pizza dann meist fehlt, ist nicht nur der Käse, sondern meist auch eine Art Seele. Wer jetzt bei Begriffen wie Pizza Bianca oder Pizza Rossa nur fragend den Kopf schüttelt, sollte sich zügig auf den Weg ins Restaurant Stella Nera machen. Mitten in Neukölln liegt diese Oase der italienischen Küche und zaubert nicht nur traditionelle neapolitanische Pizza, sondern auch hausgemachte Pasta.

Das Stella Nera arbeitet im Kollektiv, ohne Chef_in, dafür mit viel Hingabe und Holzfeuer-Ofen. Wer gerne nach Italien möchte und sich die Reise nicht leisten kann, braucht nur in die Leykestraße zu fahren und kann dort einen schmackhaften Kurzurlaub verbringen. Herausragend ist auch die Toilettenregelung, da hier nur zwischen stehen und sitzen und nur sitzen unterschieden wird. Wo ihr euch einordnen wollt, ist ganz allein euch überlassen. Einen oder mehrere Besuche ist das Stella Nera auf jeden Fall wert und wird euch gewiss nicht enttäuschen!

#whatveganseat #pizza #vegan #lastellanera #berliniloveyou

Ein Beitrag geteilt von Rebecca Kopiecki (@rebeccakopiecki) am

Katharinas Tipps

PETA-Streetteam

Viasko

Ins Viasko gehe ich immer, wenn ich jemanden von der Vielfalt der veganen Küche überzeugen will. Der Brunch ist legendär und war schon unzählige Male Anlass zu maßlosen Fressorgien. Auch wenn man sich im Anschluss jedes Mal geschworen hat, nie wieder so viel zu essen, scheitert dieses Versprechen spätestens beim nächsten Brunch. Am Buffet besonders beliebt sind die pikanten Reisbällchen. Wenn die mal nicht vergriffen sind, versucht man gleich für alle am Tisch ein paar davon zu bunkern.

Die Abendkarte steht dieser Reichhaltigkeit in nichts nach. Spätestens nach den Käse-Jalapeno-Sticks sind auch Nicht-Veganer überzeugt. Seit einiger Zeit gibt es auch vegane Weine. Diese sind, perfekt für Weinlaien wie mich, in genau drei Kategorien eingeteilt: lieblich, halbtrocken und trocken.

Als Veganer_in fühlt man sich besonders wohl im Viasko, da bereits am Eingang die Geschäftsphilosophie deutlich wird: Pelzträgern ist der Zutritt verboten. Dass die Geschäftsführer auch nicht davor zurückschrecken, dieses Verbot durchzusetzen, durfte ich mit Blick auf die Tür schon einige Male beobachten.

Auch wenn hin und wieder ein paar Apparaturen wie die Kaffeemaschine oder das EC-Gerät nicht funktionieren, fühlt man sich im Viasko immer sehr wohl, kann so lange sitzen, wie man mag, und wird sehr nett und schnell bedient. Das Viasko ist und bleibt ein Laden, in den man gern und häufig einkehrt.

Love this! NO ENTRY WITH FUR! #fuckfur #furismurder #animalliberation #animalrights #bevegan #govegan

Ein Beitrag geteilt von Kalashnikov Klinsmeister (@klinsmeister) am

Vaust

Das Vaust war das erste Restaurant, in das ich mit meinen Eltern ging, nachdem ich vegan wurde. Es erschien mir perfekt, um gut essen zu gehen, leckeres, selbstgebrautes Bier zu trinken und gemütlich zu schnacken. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Das Vaust war nämlich auch das erste Restaurant, in dem mein Bauch kapitulieren musste. Obwohl ich nichts lieber wollte, als den wirklich leckeren Schokokuchen zum Dessert zu essen, musste ich aufgeben. Die Speisen sind auf die jeweilige Saison abgestimmt und ausnahmslos lecker.

Das Treberbrot, das mit Kapern und veganer Butter zur Vorspeise gereicht wird, ist immer zu wenig, weil man nicht genug davon haben kann. Die Hauptspeisen machen mehr als satt und sind eine tolle Abwechslung zum Fast Food, dem man als Veganer_In in Berlin häufig erliegt. Der Service ist sehr nett und beantwortet Fragen immer geduldig. Hunde sind auch immer willkommen. Alles in allem gibt es nichts, was man am Vaust zu bemängeln haben könnte. Zu besonderen Anlässen, einem romantischen Dinner oder mit Besuch ist man hier immer gut aufgehoben.

Herbstkarte Mezzelune

Ein Beitrag geteilt von Vaust (@vaust_braugaststaette_berlin) am

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