Getrüffeltes Topinamburpürée und Wissenswertes zur Topinambur – Adventskalender Tag 18

Topinambur ist eine Gemüseknolle. Die Pflanze gehört, botanisch betrachtet, zur selben Familie wie die Sonnenblume. Ursprünglich kommt er aus Nord- und Mittelamerika. Topinambur stellt wenig Ansprüche an den Boden - er wächst auch auf nährstoffarmen Böden gut. Die Topinamburknolle ähnelt einer Kartoffel, wobei ihre Haut feiner und dünner ist, als die von Kartoffeln und dezente geringelt aussieht. Wie bei der Kartoffel, gibt es eine Menge verschiedener Sorten, die sich in Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Topinambur kann von Oktober bis März geerntet werden. Die Knolle verträgt Frost, solange sie im Boden verbleibt. Voilà - ein ideales Wintergemüse. Leider findet man Topinambur bei uns im Handel relativ selten. Auf dem Wochenmarkt, oder beim Gemüsebauern, könnte man aber Glück haben.

Geschmacklich liegt Topinambur zwischen festkochenden Kartoffeln und Artischockenböden. Er ist leicht süßlich, von der Konsistenz her eher wässrig und kann roh und gekocht genossen werden. Außerdem wird aus Topinambur Schnaps gebrannt. Neben Vitaminen und Mineralstoffen, enthält Topinambur viel von einer Stärkeverbindung, die „Inulin“ bezeichnet wird. Inulin ist ein Ballaststoff, der im menschlichen Dünndarm nicht vollständig verdaut werden kann und folglich nicht in Energie umgewandelt wird. Dennoch können die Darmbakterien im Dickdarm aus Inulin kurzkettige Fettsäuren machen, von denen sie sich letztlich selber ernähren. Das stärkt das Darmmilieu und pflegt die Darmgesundheit.

Medizinisch betrachtet spricht man der kleinen Knolle allerlei Wirkungen zu. Die sekundären Pflanzenstoffe Betain (auch in Roter Bete stark vertreten), Cholin und Saponine hemmen das Wachstum von Krebszellen. Enthaltene Polyphenole, welche die Pflanze vor Fressfeinden und schädlichen Umwelteinflüssen bewahren, wirken antioxidativ und schützen auch unsere Zellen. Und die vorkommenden Phenolsäuren wirken antimikrobiell, entzündungshemmend, krebsvorbeugend und stoppen das Bakterienwachstum.

Also, ab auf den Teller mit den kleinen Knollen.

Getrüffeltes Topinamburpürée

für 4 Personen

Zutaten

  • 1 kg Topinambur
  • 1 L Reismilch
  • etwas Muskat
  • etwas Cayennepfeffer Salz & Pfeffer
  • 50 g Alsan
  • 1 kleiner Trüffel (15-20 g)

Zubereitung

  1. Topinambur schälen, würfeln und in der Reismilch 20 min gar kochen.
  2. Die Reismilch vorsichtig in einen Messbecher abgießen.
  3. Den Topinambur salzen, pfeffern und mit mit etwas Muskat und etwas Cayenne bestäuben.
  4. Dann mit dem Pürierstab zu einem Pürée verarbeiten. Dabei nach und nach von der Reismilch dazu gießen, bis das Püree die gewünschte Konsistenz hat.
    Ggf. noch etwas mehr Muskat hinein pürieren und etwas mehr salzen.
  5. Die Alsan in kleinen Flocken auf dem Püree verteilen und mit einem Schneebesen hineinrühren.
  6. Den Trüffel auf einer Trüffelreibe sehr fein hobeln.
  7. Topinamburpürée auf Tellern anrichten und mit den Trüffelscheiben bestreuen. Salzen, pfeffern und servieren.