Cremige Pastinakensuppe mit Rote-Bete-Pesto und gebratenem Tempeh und Wissenswertes zur Pastinake – Adventskalender Tag 19

Pastinaken sind ein kulturell sehr „altes“ Gemüse. Sie liegen optisch irgendwo zwischen Karotte und Knollensellerie, sind weiß bis beigefarben und ein typisches Winteressen. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts waren sie sehr beliebt und wurden häufig verzehrt. Erst durch die Einführung der Kartoffel gerieten sie mehr und mehr in Vergessenheit. Quellen belegen, dass schon die Römer gerne Pastinaken aßen und auch im Mittelalter gehörten sie auf den Speiseplan wie heute die Kartoffel. Pastinaken enthalten relativ viel Stärke und Ballaststoffe (darunter auch wieder viel Inulin, siehe Topinambur) und sind deswegen sehr sättigend und äußerst gut für unsere Darmgesundheit.

Sie schmecken süßlich, erdig, würzig und gelegentlich leicht herb. Geschmacklich und auch vom Aussehen her, sind sie mit Petersilienwurzeln leicht zu verwechseln.
Im Direkt-Vergleich kann man beide Wurzeln aber gut auseinander halten.

Pastinaken enthalten viel Kalium und Vitamin C. Der hohe Anteil an Faserstoffen fördert die Verdauung und regt die Darmtätigkeit an. Sie können geraspelt, als Rohkostsalat zubereitet werden und passen gut mit Karotten, Petersilienwurzeln und Rote Bete zusammen. Allesamt erdige Gemüsesorten, die in Kombination mit fruchtigem Obst, Nüssen, Zitronensaft und Ingwer als Salat besonders gut ankommen. Aus Pastinaken lassen sich perfekt Suppen und Pürees zubereiten. Auch als Ofengemüse mit Kürbis (siehe Rezept 8.12.) zusammen gebacken eignen sie sich vorzüglich.

Cremige Suppe mit Rote Bete Pesto und gebratenem Tempeh

für 2 Personen

Zutaten

Suppe:
* 2 mittelgroße Pastinaken * 2 EL Kichererbsenmehl * 1/2 TL Kurkuma * 1/2 TL Currypulver Prise Salz

Rote Beete Pesto:

  • 1 Knolle Rote Beete, gegart
  • 1 Bund Ruccola
  • 50 g Cashewbruch
  • 1 Zehe Knoblauch Salz
  • 100 ml Olivenöl

  • 200 g Tempeh

  • etwas mildes Currypulver zum garnieren

Zubereitung

  1. Pastinaken Schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
  2. Das Kichererbsenmehl im Topf mit den Gewürzen trocken etwas anrösten, dann die Pastinakenwürfel dazugeben und mit Wasser auffüllen, bis die Würfel gerade bedeckt sind.
    Auf mittlerer Hitze ca. 15-20 min köcheln.
  3. Für das Pesto die Rote Beet raspeln, den Rucola etwas zerkleinern, die Cashew grob hacken und in einer Pfanne trocken anrösten, den Knoblauch schälen und alles mit dem Olivenöl und 1 TL Salz in ein tiefes Gefäß geben. Dann mit dem pürierst zu einem cremigen Pesto pürieren.
  4. Tempeh in 5 mm dicke Scheiben schneiden und in der Pfanne mit etwas Bratöl kross anbraten bis er goldbraun schimmert.
  5. Die Pastinakensuppe im Hochleistungsmixer cremig pürieren. Falls etwas Flüssigkeit fehlt ein bisschen gekochtes Wasser dazu geben.
    Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Suppe auf zwei Tellern anrichten. Jeweils in die Mitte der Suppe einen gehäuften Teelöffel Rote-Beete-Pesto setzen und die Tempeh - Scheiben am Tellerrand aufreihen. Mit dem milden Curry bestäuben.

Tipp: Dazu passt Vollkornbaguette oder rustikales Brot.

Das Pesto hält sich im Kühlschrank in einem Schraubglas ca. 3-5 Tage. Immer darauf achten, dass es mit Öl bedeckt ist.