Vanillepudding und Wissenswertes zur Vanille – Adventskalender Tag 1

Dieses Jahr wartet auf euch ein ganz besonderer Adventskalender. Ein Kalender zum kochen, staunen und lernen. Estella Schweizer stellt euch vom 1. Dezember bis Heiligabend 24 Lebensmittel vor, die typisch für Weihnachten sind. Neben den bemerkenswerten Inhaltsstoffen und den ernährungsphysiologischen Eigenschaften, erfahrt ihr anhand eines kleinen Rezeptes außerdem, was ihr daraus zaubern könnt. Wir wünschen euch die schönste und besinnlichste Adventszeit mit vielen winterlichen Köstlichkeiten, die eure Herzen und Bäuche erwärmen. Los geht es mit unserem Lieblings-Gewürz: Der Vanille!

Echte Vanille wird aus der Frucht einer Orchideenplanze gewonnen. Die Fruchtschoten sind roh relativ geschmacks- und geruchlos und entwickeln erst mit Hilfe von Enzymen während eines Fermentationsprozesses die typischen Aromen. Der Anbau und die Verarbeitung sind ziemlich aufwendig und zeitintensiv, weswegen echte Vanilleschoten relativ teuer sind. Das synthetisch hergestellte Vanillin dagegen , welches als Aroma-Ersatz preisgünstig eingesetzt werden kann, heißt korrekt Ligninsulfonsäure und ist ein Abfallprodukt der Papierindustrie.

Die Vanilleschoten, die besagten Fruchtkapseln der Orchideenpflanze, sind ca. 15 cm lang, schwarz und runzelig und tragen im Inneren unendlich viele kleine schwarze Samen und klebriges Öl. Man schneidet sie der Länge nach auf und schabt das Mark mit einem Messer heraus. Dieses kann man dann weiter verwenden. Die entleerte Schote selber ist anschließend allerdings nicht wertlos. In Rohrzucker gesteckt gibt sie weiterhin ihr süßlich mildes Aroma ab und verwandelt einfachen Zucker in feinen Vanillezucker.

Der Vanille werden aphrodisierende Eigenschaften zugesprochen. Des Weiteren soll sie antioxidative Wirkung haben und unsere Zellen schützen. Ihre Aromen wirken beruhigend auf die Nerven, mildern Ängste und Depressionen und fördern den Schlaf.

Echter Vanillepudding

Zutaten

Für 2 Personen

  • 500 ml pflanzliche Milch (Soja oder Hafer)

  • 40 g Rohrzucker oder Ahornsirup

  • 40 g Speisestärke

  • das herausgekratzte Mark einer Vanilleschote

  • 1 Msp. Kurkuma

Zubereitung

  1. Den Großteil (ca. 3/4) der Pflanzenmilch mit dem Rohrzucker zum Kochen bringen. In dem verbleibenden Viertel die Stärke auflösen und mit Vanillemark und Kurkuma vermischen.
  2. Sobald die Milch kocht, den verbleibenden Teil mit der aufgelösten Stärke und den Gewürzen dazu geben. Alles zusammen unter Rühren einmal aufkochen lassen - Vorsicht es brennt leicht an.
  3. Sobald der Pudding dick wird von der Flamme nehmen und in Dessertgläser oder eine schöne Schüssel füllen.
  4. Etwas Auskühlen lassen und mit eingeweckten Kirschen oder Pflaumen genießen.